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"Die 80er Jahre Kultnacht" Tournee in Baunatal 2003
   

Vor ca. 500 Menschen (schwer zu schätzen, die Rundsporthalle war allerdings nur zur Hälfte gefüllt) machten die NDW-Künstler in Baunatal Stopp und boten eine tolle „80er Jahre Show“.

Vor der Bühne waren angefangen von Kindern, über Jugendliche bis zu den „gestandenen“ Herren Mitte Fünfzig alle Generationen vertreten. Durch den Abend führte Fritz, der Frontmann der Kapelle Knutschfleck, der mit Erinnerungen an die 80er, viel Nostalgie und flotten Sprüchen eine lockere Atmosphäre schaffte. Das Publikum erwartet voller Spannung neugierig die „Neue Deutsche Welle“-Stars. Den Anfang machen die legendären Geier Sturzflug – die schon seit längeren wieder Aktiv sind und auch einige neue Stücke produzierten. Etwas schade, das die Geier nicht mit der tollen Kapelle Knutschfleck auftraten, sondern zur Musik vom Band ihr Bestes gaben. Das die Geier Vollprofis der Unterhaltung sind, zeigten sie auch wieder in Baunatal – in kürzester Zeit verwandelten sie das erwartungsvolle Publikum in eine feiernde Masse und ließen es ihrem Publikum warm ums Herz werden. Das ist Stimmung pur. An dieser Stelle: Danke für den netten Gruß an mich und das „Ichwillspass-Projekt“. Neben ihrem Nummer 1-Hit „Bruttosozialprodukt“ (22 Wochen in den Charts), spielten sie noch die Chartstürmer „Einsamkeit“ (Höchstposition 19), das wieder aktuelle „Besuchen Sie Europa“ (HP 11) und den Evergreen „Pure Lust am leben“ (HP 40). Mittendrin durfte Geier-Carlo zwei hitparadenstürmer von Joachim Witt (Goldener Reiter) und Extrabreit (Flieger, grüß mir die Sonne) covern. Zum Abschluss gaben sie noch mit dem aktuellen Titel „Für die Liebe – für das Leben“ eine Zugabe.

Nun lag die Messlatte hoch – aber mit Motorengeräusch und nun endlich „live“ betrat der „ewig junge“ Markus die Bühne. Und nun gab es wirklich Spaß – der zweite Nummer 1-Hit des Abends „Ich will Spaß“ (Insgesamt 24 Wochen in den Media-Control Charts). Durch die heutigen Spritpreise auch wieder aktueller denn je. Der in der Live-Version viel härtere Titel „Schön sind wir sowieso“ (HP 39) folgte das romantische „Kleine Taschenlampe brenn“ (HP 5) und, für mich überraschend, das eher fade „Ich bin heut`böse“. Interessant Markus` Insiderwissen über Nena und Udo Lindenberg. So band auch Markus das Publikum gut in seine Show mit ein. Als Zugabe „Ich will Spass - Ich rauch Gras“ mit Markus an der Gitarre.

Weiter ging`s mit Franziska Menke alias Frl. Menke. Wie immer gab das Energiebündel gleich Vollgas. Franziska, mit sexy Tracht, bot voller Leidenschaft ihre Hits „Tretboot in Seenot“ (HP 24), das ziemlich kitschige „Traumboy“ (HP 39) und den Gipfelstürmer „Hohe Berge“ (HP 10) – dazu IXIs „Knutschfleck“, Ideal`s „Blaue Augen“ und als Zugabe Nina Hagen`s „Wenn ich eine Junge wär“.

Nun betrat Peter Schilling die Bühne – er hat immer noch diese besondere Ausstrahlung und Ruhe – ganz im Gegenteil zu Franziska Menke. Und hier ist der lebende Beweis: Wenn ein Musiker wirklich singen kann, braucht er sich nicht hinter lärmenden Gitarren verstecken. Respekt! Nun gab es den absoluten NDW-Nummer 1-Hit „Major Tom“ (23 Wochen in den Charts) – und auch hier klappte das Zusammenspiel zwischen Kapelle und Peter Schilling vorzüglich. Nachdem er von seinen neuen Projekten Kenntnis gab – wir sind alle gespannt und neugierig was da auf uns zukommt – gab es „Terra Titanic“ (HP 26) ganz in blauem Licht. Danach noch das tolle Liebeslied „Ich vermisse Dich“ (HP 32) sowie „Die Wüste lebt“ (HP 7). Nach den Standing Ovations gab es die NDW-Hymne „Major Tom“ unplugged. Damit endet Schillings Auftritt und er verabschiedet sich mit Verbeugung.

Als letzter NDW-Held das heutigen Abends betrat Hubert KaH mit dem über 10 Minuten dauernden Gassenhauer „Sternenhimmel“ (HP 2) die Bühne. Zur Erholung spielte KaH mit Kapelle dann das melancholische „Wenn der Mond die Sonne berührt“ (HP 41) um dann mit „Rosemarie“ (HP 3) das Publikum wieder in eine tobende Masse zu verwandeln. Dazwischen begeisterte Hubert KaH mit seiner einmaligen Bühnenshow das Publikum. Nachdem die obligatorischen Höschen, sehr zur Freude von Hubert, die Bühne säumten, ging es weiter mit „Einmal nur mit Erika...“ (HP 22) die in einer extralangen Version fast in Ekstase endet. Völlig verausgabt gibt es dann als Zugabe eine weitere Version von „Sternenhimmel“.

Nach über zwei Stunden vollem Einsatz darf nun die Kapelle Knutschfleck mit weiteren NDW-Coverversionen die Party zum Ende führen. Insgesamt ein wirklich tolles Erlebnis für die ganze Familie. Die Kapelle handwerklich perfekt, die Künstler in Bestform und das Publikum zog wunderbar mit! Man wundert sich, warum die „Helden“ eigentlich alle in der Versenkung verschwunden sind? Leider wurde m.E. zuviel „gecovert“, Markus wählte einen seiner schwächeren Titel und Hubert KaH „vergaß“ seinen Hit „Engel 07“ – auch nervt die ständige Wiederholung des „Tophits“. Das wirklich einmalige an der Tournee war nach vielen Jahren der Hits aus der „Konserve“ die Kapelle – durch das „Livespiel“ erstrahlten alle Hits wieder in neuem Glanz. So wünscht man sich einen schönen Abend. Danke! 
 
Michael

 
 

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