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1.Futurologischer Congress - Crash!
   

Der 1. Futurologische Congress, bekannt aus den frühen 80ern durch die beiden ausgezeichnten Alben "Schützt die Verliebten" und "Wer spricht?" gibt mit der 2016er Veröffentlichung "Crash!" wieder ein Lebenszeichen von sich.

Musikalisch breit gefächert - grob gesagt zwischen den Ärzten und Santiago einzuordnen - hören wir gut komponierte Popsongs mit schlauen Texten, immer sozialkritisch am linken Rands und aktuell, nur beim Refrain "Schalt das Radio ein" bin ich mir nicht sicher ob es nicht lieber heißen sollte "Klick in den Livestream rein".

Das Ganze ist sauber produziert und sehr abwechslungsreich, viele Gastmusiker haben dazubeigetragen, bei 2 Songs unterstützt der Kabarettist Hans-Werner Olm die Band am Mikro, nur das etwas Gospel-mäßige "Blut, Schweiß und Tränen" will bei mir nicht zünden.

Anspieltipp: "Crash!/Der Kling-Glöckchen Song" und "Der letzte Zuschauer"

"Crash ! - das ist doch nicht zu fassen
Crash ! - wie die uns verarschen
Was die Gierigen verprassen
wird und als Schulden überlassen"

Gute Scheibe, hört selber rein.

(Ingo)

www.futurologen.de/crash.html

Presse Test: Der 1. Futurologische Congress steht seit den frühen New Wave-Jahren für engagierte, interessante Titel- und Projekt-Veröffentlichungen und so hat das nun vorliegende 2016er Album auch seine Ursprünge in einem konkreten Anlass. 2009, nach dem Lehman-Crash kreierte der Musiker/Texter U.W.A. Heyder dazu einen musikalischen Kommentar und motivierte das Futurologen-Team zu dem Song »CRASH! Der KlingGlöckchen-Song« und diesen, ohne kommerzielle Ambitionen, in entsprechenden Internet-Portalen und Communities zu verbreiten. Das war dann aber auch der Impuls, um in loser Folge, neue Titel zum Wahnbefall dieser Tage mit einer illustren Schar von Gast-Interpreten, Musikern und Künstlern für ein neues Album in bester Futurologen-Tradition einzuspielen. Herausgekommen ist dabei im Laufe der Zeit eine Kollektion von Songs in bester Rock-Pop Manier, die nun erstmals auf einem Album vorliegen. Inhaltlich beziehen die Texte recht klare Standpunkte zu politisch-ökonomischen Machenschaften und destruktiven Strukturen, wie z.B. im Titel-Song »CRASH!« oder bzgl. dem multimedialen Brot & Spiele-Modus im Titel »WaiJoWitchiJai/Radio an«, teils mit einem nachdenklich-melancholischen Unterton wie in »Barrikaden« oder mit einem ironischen Augenzwinkern in »Blut, Schweiß & Tränen« - hier textlich in Zusammenarbeit mit dem TV-Show-Macher, Comedian, Autor und Sänger Hans-Werner Olm entstanden, der auch als Interpret mitwirkt. Bei »Halleluja Deutschland« versteht sich der Text eher aus der Perspektive eines beobachtenden Zeitzeugen und in den Songs »Väter« und »Familie« werden einstmals als selbstverständlich für unser aller Gedeihen geltenden Werte besungen, die in diesen Tagen der Auflösung unterliegen. Es gibt auch emotional erwärmende und traumwandlerische Momente in den Songtexten, wie in »Magische Momente« sie sind wie Inseln im Fluss der Zeit. Alles in allem ein Electro-Rock Album mit einer textlich kritischen Sicht und einer Brisanz bzgl. dem Zeitgeist im Verfalls-Modus - damit ist »Crash« der Soundtrack zur Zeit! Marlon Klein: »Die Zeiten der postapokalyptischen Science Fiction-Filme ist jetzt, so wie Kultautor der Science Fiction-Literatur Stanislaw Lem (Der futurologische Kongress) es schon vorhergesehen hat.« U.W.A.Heyder: »In Zeiten, in denen die Politik, die Ökonomie, die etablierten Medien versagen, bzw. nicht mehr willens oder fähig sind, ihrer eigentlichen Aufgabe zum Wohle der großen Mehrheit von uns Menschen gerecht zu werden, liegt es bei den Künstlern, Musikern und Autoren, den Niedergang, die Dekadenz und Lug und Trug zu manifestieren.«

 



Halleluja Deutschland
Wahn
Crash!/Klingglöckchen Song
Magische Momente
Väter
Blut, Schweiß und Tränen
WaiJoWitchiJai Radio an
So weit
Familie
Barrikaden
Der letzte Zuschauer
Crash!/Jingeling Song

Label: Fuego / Timezone

VÖ: 2016

www.futurologen.de

 

 
 

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